Job mit Leidenschaft - und trotzdem Burnout-Gefahr?

Du hast im Job schon viel erreicht

und bist nun endlich da, wo du immer sein wolltest oder stehst kurz davor. Du hast dir deine Position in den letzten Jahren hart erarbeitet. Deine Ziele stehen über allem. Dir war und ist dein Job schon immer weit wichtiger als anderen, weil du

 

 

  • schon früh erkannt hast, daß es nicht unwesentlich ist, mit was wir uns täglich mehr als 8 Stunden beschäftigen

  • du etwas aus deinem Leben machen möchtest

  • dir deine täglichen Aufgaben Spaß machen sollen und dich befriedigen

  • persönliche Weiterentwicklung und ein gewisser Status für dich essentiell sind

 

  • es zu deinem Naturell gehört, daß du dir Ziele setzt und sie dann mit Durchhaltevermögen verfolgst, so lange bis du sie erreicht hast

 

Jetzt denkst du, weil du  deinen Job so super gerne machst und du durchaus auch gerne viele Stunden zusätzlich arbeitest ist Burn-out für dich kein Thema? Leider weit gefehlt.

 

Dass einem der Beruf ganz viel Selbstbestätigung und Befriedigung geben kann ist wohl ohne Zweifel wahr.

Die Gefahr - Der Prozess des Energieverlustes geht schleichend

Aber auch wenn dir das nicht so vorkommt und du denkst, du brauchst das nicht, solltest du dir trotzdem regelmäßige Pausen, Auszeiten und Regeneration gönnen, um wieder frische Energie aufzutanken. Denn das gefährliche ist, der Prozess des Energieverlustes geht schleichend, so daß er von den Betroffenen meist erst wahrgenommen wird, wenn es bereits zu spät ist. Der Betroffene kann sich selbst nicht mehr helfen, Hilfe von außen wird unerläßlich.

Es gibt zwar nicht nur einen Grund für einen Burnout

Denn es gibt zwar nicht DEN einen Grund, warum das ganze System der Balance auseinanderbricht. Es ist also nicht nur eine zu hohe Arbeitsbelastung oder zu hohe Anforderungen. Hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle.

 

Achte auf dich und dein Energie-Konto

Trotzdem gilt: Mit je mehr Leidenschaft du dein Ziel verfolgst umso weniger achtest du auf dich selbst und deine inneren Bedürfnisse. Das geht auf Kosten deines Energie-Kontos.

Burnout war früher ein Spezialthema nur für wenige - nun kann es jeden treffen

Noch in den 80iger Jahren war Burnout ein Spezialthema, daß nur wenige Berufsgruppen betroffen hat. Damals wurden hauptsächlich helfende Berufe wie Krankenschwestern oder Pfleger als Risikogruppen eingestuft, hier spricht man vom  sogenannten „Helfersyndrom." Fragt man diese Gruppe sagen sie häufig: "Ich möchte etwas mit/für den Menschen tun", die eigenen Bedürfnisse treten in den Hintergrund. Menschen in helfenden Berufen haben oft hohe Ideale und Erwartungen an sich selbst, ihnen ist die Rückmeldung und Wertschätzung ihrer Arbeit sehr wichtig und meist auch, was andere über sie denken. Daher sind sie meist bereit, über ihre eigenen Grenzen hinauszugehen.

 

Burnout geht durch alle Berufe und Bevölkerungsschichten

Mittlerweile ist Burnout aber in jedem Beruf und jeder Bevölkerungsschicht anzutreffen. Hier geht es von der alleinerziehenden Mutter über den Firmenboss zum Arbeitslosen.

 

Warum ist Leidenschaft für den Beruf gefährlich?

Aber zurück zu unserer Behauptung, daß  „Leidenschaft“ gefährlich sein kann. Hier ist der Hauptauslöser oft:

 

  • übertriebener Ehrgeiz
  • der Anreiz sich ständig beweisen zu müssen und
  • die eigene Definition, die überwiegend über den Leistungsgedanken stattfindet

Bei Führungskräften mutiert dann auch mitunter der Wille zum Erfolg zum Erfolgszwang, denn Erfolg ist relativ und heutzutage sehr kurzlebig. So sind erreichte Erfolge oftmals nur Zwischenstationen und die Anforderungen werden danach erhöht, um noch mehr zu erreichen. So bleibt auch die Zufriedenheit auf der Strecke, denn das Ziel ist eigentlich nie dauerhaft erreicht,  das Unternehmensergebnis läßt sich immer steigern.  Auch spielt hier die Rivalität eine  Rolle und das Revier bzw. den Posten, den es zu verteidigen gilt. Denn wer heute erfolgreich ist, kann morgen schon weg sein, wenn die Erfolge ausbleiben.

Eine Abgrenzung von Berufs- und Privatleben ist notwendig

Auch Führungskräfte und Unternehmer sollten,  wenn gleich es manchmal schwer umsetzbar erscheint, bestmöglich Beruf und Privatleben trennen. Also versuchen, nicht berufliche Probleme ständig mit ins Privatleben nehmen und auch nicht permanent erreichbar sein, heißt sich abgrenzen und in der Freizeit bestmöglich „loszulassen“.

Fällt dir loslassen auch schwer?

Aber gerade Führungskräften und Unternehmern fällt das Loslassen erfahrungsgemäß schwer, da es gilt Kontrolle abzugeben. Stattdessen tragen sie ihre Verantwortung, ihre Ideen, Pläne, aber auch Sorgen ständig mit sich herum.  Ganz klar, daß es da keine wirkliche Ruhe im Kopf gibt und kein abschalten. Unter diesen Bedingungen gestaltet sich Regeneration immer schwieriger.

 

Besonders leidenschaftliche Menschen laufen Gefahr Raubbau zu treiben

Leistungsorientierte Menschen, die ursprünglich „Feuer und Flamme“ waren für ihren Beruf, mit hohen Zielen und einer gehörigen Portion Motivation laufen so Gefahr über lange Zeit das richtige Maß zu verfehlen und deshalb kann aus Leidenschaft schnell Erschöpfung werden.

Erkennst du dich wieder?

Wenn du dich hier wiedererkennst dann wird es Zeit, aktiv zu werden und umzuschwenken. Mach den 1. Schritt und such dir Hilfe. Im Rahmen von Stressmanagement und Burnout-Prävention bin ich gern für dich da. Die Kontaktaufnahme funktioniert am einfachsten über mein Kontaktformular, ich melde mich dann bei dir.

 

Entspannte Grüße und bis bald?

 

Silvia

 

Frau hinter einem Stapel Bücher, die Stirn in Sorgenfalten
Auch wenn du deinen Job mit Leidenschaft machst besteht Burnout-Gefahr

Kommentar schreiben

Kommentare: 0