7 Tipps für weniger Angst, Kummer und Sorgen

Während eines Stressmanagement -Workshops ging es auch um das Thema „Sorgen und wie wir mit ihnen umgehen?“

Die Leiterin des Workshops schritt durch den Seminarraum mit einem Glas voll Kernen in der Hand. Die meisten Teilnehmer warteten auf die nun übliche Frage: “Ist dieses Glas für euch halb leer oder halb voll?“

 

Aber stattdessen fragte sie mit einem verschmitzten Lächeln auf dem Gesicht: „Was glaubt ihr, wie schwer ist dieses Glas?“ Die Teilnehmer schätzten den Inhalt zwischen 500 und 1000 g.

Doch die Seminarleiterin antwortete: Tja, in diesem Fall spielt das absolute Gewicht gar keine Rolle. Warum nicht?  Weil es davon abhängt, wie lange ich es halten muss und dann ist es völlig egal, ob es 500, 700 oder 1000 g hat. Ich könnt es euch noch nicht mal sagen, denn ich weiß selbst nicht, wieviel es wiegt.

 

Schaut her: Wenn ich es 1 Minute halte ist das gar kein Problem, halte ich es aber eine Stunde wird mein Arm taub werden und es wird  anfangen, weh zu tun. Und wenn ich es den ganzen Tag halte, dann wird der Schmerz durch meinen Arm in meinen ganzen Körper wandern und mich irgendwann komplett schachmatt setzen.

 

Halte ich das Glas also 1 Minute, 1 Stunde oder den ganzen Tag das Gewicht wird immer das gleiche bleiben, aber die Dauer macht den Unterschied.  Je länger ich es halte, umso schwerer wird es. Genauso ist das mit unseren Sorgen.

 

Stell dir vor: All die negativen Gedanken, die unser tägliches Stresslevel in die Höhe treiben sind wie dieses Glas mit Kernen.

 

Es ist doch so: Denkst du nur kurz an deine Sorgen passiert nicht viel. Denkst du etwas länger an sie fangen sie an, dir schon mehr Kopfzerbrechen und Magendrücken zu bereiten und denkst du schließlich den ganzen Tag an nichts anderes als an deine Sorgen wirst du dich wie gelähmt fühlen und nichts mehr auf die Reihe bekommen, weil dein Kopf blockiert ist.  Dann haben deine Sorgen die Kontrolle über dein Leben übernommen. That’s it!

 

Und um das zu verhindern müsst ihr das Glas mit den Kernen so oft es geht ausleeren, dass sich in euren Köpfen befindet und es am besten auffüllen mit kunterbunten Murmeln. Das ist wirklich wichtig, sich bewusst zu machen, den Stress und die Sorgen auch mal beiseite zu schieben. Tragt sie nicht durch den ganzen Tag und schon gar nicht bis in die Nacht hinein.

WICHTIG: Denkt daran, das Glas einfach mal abzusetzen!!!!

 

Die Geschichte zeigt dir also, dass du dich regelmäßig von Angst und Sorgen entlasten und loslassen solltest, doch wie machst du das?

 

1. Führ dir vor Augen, dass die meisten deiner Befürchtungen so nicht eintreffen werden (das ist statistisch bewiesen)

2. Schreib dir den Gedanken konkret auf, um was du dich sorgst

3. Wenn du das schwarz auf weiß hast, kannst du dich weiterführend fragen: Was kann ich tun, sollte das Schlimmste tatsächlich eintreffen? (Das Gefühl vorbereitet zu sein hilft ungemein)

4. Schreib dir deine geplante Reaktion auf das schlimmste Szenario detailliert auf und

5. Dann sprich dir selbst Mut, sag dir selbst: "Ich-kann-das", "ich-werde-damit-fertig"(Effekt: Du fühlst dich nicht länger hilflos ausgeliefert)

6. Mache regelmäßig etwas, um dich abzulenken, was du gerne tust, bei dem du deine ganze Umwelt vergisst. Das schützt dich vor Kummer und Sorgen

7. Eine längerfristige Maßnahme wäre auch zu lernen, deine Gedanken bewusst zu steuern. Wenn also ein Sorgengedanke auftaucht und das wird anfangs oft sein, dann sag dir selbst "Streichen, streichen, streichen" oder auch "Stopp, stopp, stopp". Wenn du alleine bist, kannst du dies auch mit einem Händeklatschen verbinden, da Maßnahmen mit Einbindung von mehreren Sinnen immer mehr Effekt haben.

 

Das wirkt natürlich nicht beim 1. Mal und auf Kommando, aber bei regelmäßigem Üben gelingt dir das immer besser, du wirst sehen.

 

Wenn du wegen deiner Gedanken die sich um Ängste, Kummer und Sorgen drehen ein Problem mit dem Einschlafen hast dann lies auch meinen Blogartikel "5 Tipps wie du besser einschlafen kannst trotz Gedanken-Overload".


Entspannte Grüße und bleib einfach dran :-)

 

Silvia

 

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